Artikel-Schlagworte: „Bertelsmann“
- Sarrazin-Buch: »…geht weg wie warme Semmeln!«
- Für Bertelsmann stets zu Diensten: Sachverständigenrat distanziert sich von Sarrazin-Buch
Bertelsmann-Stiftung:
- Bildungsökonomie: Das Geschäft mit der Nachhilfe
- Neue Wirtschaftsordnung oder Umdeutung der Krise?
- Streit um Qualität der Herzchirurgie – Fragen Sie Doktor Bertelsmann…
Bertelsmann-AG:
- Halbjahresergebnisse: »Werbung zahlt sich aus…«
- G+J und Bertelsmann starten Onlinekiosk “Pubbles”
- Kommentar: Neue Märkte für vergriffene Bücher
- Verblödungssender RTL kritisiert deutsches Bildungssystem
- Bertelsmann-Stiftung proudly presents: Patriarchin mit eigener Broschüre
Verschiedenes:
Links:
- Bertelsmann-Kritik.de
- Bertelsmann-Kritik Broschüre als PDF download…
- Wiki.bildung-schadet-nicht:
Bertelsmann – Kritische Informationen und Materialien - Dokumentation zur Geschichte des Verlagshauses Carl Bertelsmann (Datenbank Schrift und Bild 1900-1960)
- Bertelsmann-Stiftung Jahresbericht 2009 (PDF)
- SWR2 – Forum: Die Bertelsmann-Stiftung in der Kritik
- Meet the Mohns: Daten und Fakten (bleib-passiv.de)
- Bertelsmann-Monitor 5/2010 (19.8.2010)
Themen: Links blinken, rechts abbiegen – Neue Umfragen der Bertelsmann-Stiftung – Scharfe Kritik an Stiftung von Medienkonzern Bertelsmann – Liz Mohn sichert die Macht – Ex-RTL-Chef Helmut Thoma ätzt gegen Bertelsmann – Reinhard-Mohn-Stiftung: Christoph Mohn wagt Comeback nach dem Lycos-Flop -Raffelhüschen: Selbstbehalt für weniger Arztbesuche – Migranten & Hartz IV: Liz Mohn und die »Sarrazin-Falle« – mehr…
- Anregungen, Kritik, Gastbeiträge, Bertelsmann-relevante Veranstaltungshinweise usw. sind jederzeit willkommen und erreichen gegen-stimmen.de am einfachsten per Kontaktformular oder eMail
- Inhalt: Der Bertelsmann-Monitor reflektiert Aktivitäten der Bertelsmann-Stiftung, der Bertelsmann AG und ihrer Tochterunternehmen bzw. Firmenbeteiligungen aus verschiedenen Informationsquellen. Die aufgenommenen Artikel, Meldungen, Informationen usw. werden sorgfältig zusammengestellt, geben jedoch nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion wieder.
- Redaktion: Joachim Weiss /jowi
- Nächste Ausgabe: Freitag 19. September 2010
Top-Meldungen:
Sarrazin-Buch: »…geht weg wie warme Semmeln!«
»Das Buch des Skandal-Bundesbankers geht weg wie warme Semmeln: Schon wenige Tage nach seinem Erscheinen ist das umstrittene Werk ein Verkaufsschlager. Somit könnte Sarrazin sogar den erfolgreichen Altkanzler Schmidt überrunden, jubelt Financial Times Deutschland (Bertelsmann)
Auszg: ” Mit einer so starken Nachfrage haben wir nicht gerechnet”, sagt eine Sprecherin des DVA-Verlags. Die Startauflage betrug 25.000. Sarrazin hatte jedoch mit provokativen Äußerungen wie “Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen” den Verkauf kräftig angekurbelt. Das habe dem Buch genützt, sagt Buchreport-Chefredakteur Wilking.
Der Verkaufserfolg rührt auch daher, dass die Händler das Buch bereits am Mittwoch vergangener Woche – also fünf Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart – in die Regale legten. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung Auszüge abgedruckt. Am Montag, dem offiziellen Erscheinungstag, war “Deutschland schafft sich ab” dann bereits bei vielen Händlern vergriffen. Dazu, ob der drohende Rausschmiss Sarrazins den Verkauf noch einmal befeuern könnte, wollte sich die DVA-Sprecherin nicht äußern…« Quelle: 03.09.2010, Artikel von Torben-Gerd Schultz, lesen bei ftd.de…
Links:
- Bertelsmann und Sarrazin bitten zur Tea-Party (gegen-stimmen.de)
Auszug: “…Der von einer unabhängigen Historikerkommission umfassend dokumentierte Aufstieg des Hauses Bertelsmann zum Großlieferanten der deutschen Wehrmacht beruhte ganz wesentlich auf einer guten Zusammenarbeit mit prominenten braunen Volksverhetzern wie etwa Hans Grimm oder Will Vesper, »blutsatte, bodenständige Autoren«, die dem braunen Volk „aus der Seele“ sprachen. Ähnliches gilt für Thilo Sarrazin und seine Claqueure. In der „Englischen Rede“ richtete Bertelsmann-Autor Grimm im Einvernehmen mit Verleger Heinrich Mohn einen größenwahnsinnigen »Appell Deutschlands an England, eine Allianz der “Nordischen Völker” gegen den Rest der Welt einzugehen. Deutschland benötigte Raum und müsse diesen, da es keine Kolonien mehr erwerben kann, im Osten suchen« . Deswegen sollten die Engländer, wollten sie einen Weltkrieg mit Deutschland verhindern, von einem Bündnis mit Polen Abstand nehmen.” Beitrag lesen… - Buchverlage: Mit der Methode Sarrazin Bestseller produzieren (welt.de)
Zitat: »Es geht ums Geschäft, nicht um die Moral. Nein, so sagt das bei der ehrwürdigen Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) natürlich niemand. Dort hält man sich strengstens an die offiziell vereinbarte Sprachregelung. Ob es für seriöse Sachbücher Grenzen der Zuspitzung gebe? „Kein Kommentar.“ Ob man Polemiken gegen Zuwanderer eine Plattform bieten dürfe? „Kein Kommentar.“ Ob Provokation ein probates Mittel sei, um Verkaufszahlen zu steigern? „Kein Kommentar.“…« - Affäre Sarrazin: »Kein Märtyrer der Meinungsfreiheit…« (Frankfurter Rundschau)
- Tony Blair veröffentlicht seine Memoiren – für fünf Millionen Pfund (wirtschaftsblatt.de)
Für Bertelsmann stets zu Diensten:
Sachverständigenrat distanziert sich von Sarrazin-Buch
»Da die Bertelsmann-Stiftung Kritik an ihrer »gemeinnützigen Arbeit« nicht ertragen kann, versucht sie diese regelmäßig durch den Hinweis zu entkräften, es werde darin nichts Neues geboten. Auch der Bertelsmann-Kritiker Thomas Schuler („Bertelsmannrepublik Deutschland“) musste sich mit diesem Statement abfinden. Neu ist hingegen, dass sich die Stiftung mit der gleichen Floskel um ihre unternehmerische Verantwortung für die rassistischen Entgleisungen ihres Autoren und Hobby-Genetikers Thilo Sarrazin drückt.
Während sich die Bertelsmann AG und ihre Verlagstochter Randomhouse im Fall Sarrazin als gesellschaftspolitische Brandstifter betätigen, machen die Unternehmensinhaber Mohn und Bertelsmann-Stiftung wieder einmal »gute Mine zum bösen Spiel«. Zu feige, sich berechtigter Kritik selbst zu stellen, schieben die Oberstiftel Mohn & Tiehlen den Vorsitzenden des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Prof. Dr. Klaus J. Bade, vor, der die alte Leier anstimmt:
Zitat: “Der Artikel von Thilo Sarrazin bringt dort, wo er Recht hat, nichts Neues und dort, wo er neu ist, meist eine groteske Mischung von statistisch verbrämten Halbwahrheiten, Vorurteilen, Unterstellungen und unzulässigen Verallgemeinerungen.“
Natürlich wusste man in Gütersloh, dass der clever inszenierte Medienhype um das Sarrazin-Buch nicht kritiklos an der Stiftung vorbeiziehen wird. Zur Wahrung des schönen Scheins hat man daher bereits am 25. August eine passende „Feindpropaganda“ des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen auf der Homepage installiert: »Sarrazin bleibt Lösungen für ein zukunftsfähiges Deutschland schuldig«. Quelle: 02.09.2010, PM Bertelsmann-Stiftung
Ein anschaulicher Beitrag darüber, wie “Verantwortung von Unternehmen in Deutschland” von den Erfindern dieses Slogans wahrgenommen wird!
Hinweis: Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören acht Stiftungen an: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg-Stiftung, Gemeinützige Hertie-Stiftung, Körber-Stiftung, Vodafone-Stiftung und Zeit-Stiftung.«
Links:
- Für Teile des Establishment ist es wichtig, dass der gesellschaftliche Zorn sich gegen Ausländer, Muslime und Hartz IV-Empfänger richtet (islam.de)
- »Deutschland schafft sich ab« :Sozialdarwinismus wird hoffähig (telepolis)
Bertelsmann-Stiftung:
Bildungsökonomie: Das Geschäft mit der Nachhilfe
»Mehr als eine Million Schüler in Deutschland bekommen nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung Nachhilfe. Dafür geben die Eltern bis zu 1,5 Milliarden Euro im Jahr aus. Deutsch, Englisch und Mathematik sind die Fächer, in denen der größte Nachhilfe-Bedarf besteht.
Auszug: “Der Bundesverband der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen vertritt 2421 der rund 4000 privatwirtschaftlich organisierten Institute in Deutschland. Der Verband nehme nur Nachhilfeschulen auf, die ihren Unterricht auf die Stärken und Schwächen des Schülers abstimmten, sagt Verbandssprecherin Heiliger. „Nur eine individuelle Förderung kann dem Schüler wirklich helfen.“ Schulen im Verband bieten außerdem ein Beratungsgespräch an sowie eine kostenlose Probestunde. Diese sollten Eltern unbedingt wahrnehmen, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
Nachhilfeanbieter, die nicht zum Verband gehören, müssen jedoch nicht schlechter sein. Dass der Unterricht auf die Schwächen des jeweiligen Schülers ausgerichtet ist, gehört zum System der Nachhilfe – auch bei privaten Lehrern. Diese können den Unterricht oft günstiger (im Schnitt 15 Euro die volle Stunde) anbieten und sind in der Organisation flexibler. Eltern sollten sich aber vergewissern, dass der Lehrer zumindest das Abitur absolviert hat.
Eine Stunde (45 Minuten) Einzelunterricht kostet bei den im Verband organisierten Schulen im Durchschnitt 21 Euro, gibt Heiliger an. Der durchschnittliche Preis für eine Schulstunde Gruppenunterricht liege zwischen zehn und elf Euro. Eine Aufnahme im Verband hänge aber nicht davon ab, wie teuer die Institute sind. „Das sind privatwirtschaftliche Unternehmen, die ihre Preise selbst festlegen“, sagt Heiliger. „Wichtig ist, dass die Qualität des Lehrers stimmt.“
Vier Schulstunden = 180 Euro
In Frankfurt gibt es ein umfassendes Angebot von kommerziellen Nachhilfeeinrichtungen, die Gruppenunterricht anbieten. Die Lernhilfe etwa betreibt vier Filialen in Frankfurt mit rund 600 Kunden. Für 82 Euro im Monat bietet das Institut zwei Schulstunden in der Woche an, vier Schulstunden kosten 118 Euro. Die Schüler werden in Gruppen von maximal vier Personen betreut. Die Mindestlaufzeit des Vertrags beträgt drei Monate, im Ausnahmefall werden allerdings auch kürzere Unterrichtsblocks angeboten. Die Lernhilfe beschäftigt hauptsächlich Studenten als Lehrkräfte. „Jüngere Lehrer finden oft einen guten Draht zu den Schülern“, meint Wolfgang Reuter, Geschäftsführer der Filialen in Frankfurt.
Die Einrichtung Top-Nachhilfe bietet Einzelunterricht bei den Schülern zu Hause an und beschäftigt ebenfalls Studenten als Lehrkräfte. Eine Schulstunde kostet elf Euro, zum ersten Termin fällt eine Gebühr von 44 Euro für die Vermittlung des Lehrers an. Dafür wird der Unterricht ohne Vertragsbindung angeboten. Der Schüler geht somit keine Pflicht ein, wöchentlich eine gewisse Anzahl von Stunden wahrzunehmen…« Quelle: 02.09.2010, Beitrag lesen bei faz.net…
Links:
- Wer, wo, was – Informationen zum Stichwort Bildungsökonomie (bildungsserver.de)
- Bertelsmann auf der Bildungsmesse didacta: Sitzenbleiben und Schulempfehlung: Kostspielig, ineffizient und bildungsungerecht? (didacta.de)
- Umfrage: Eltern wollen Ganztagsschulen (ksta.de)
Neue Wirtschaftsordnung oder Umdeutung der Krise?
»Die Systemfrage? Wird nicht mehr gestellt. Eine große Reform des Finanzkapitalismus? Ist von der Agenda getilgt. Ein Kommentar von Mario Müller (FR)
Auszug: “Alles wird gut – jedenfalls will uns das Wolfgang Schäuble glauben machen. Die Krise habe zwar „Fehlentwicklungen des Kapitalismus“ offengelegt. Aber weil die soziale Marktwirtschaft ein offenes, freiheitliche Modell sei, gehe sie aus solchen Krisen gestärkt hervor, schreibt der Bundesfinanzminister und erklärt im Übrigen das von Ludwig Erhard propagierte Maßhalten zum „Gebot der Stunde“.
Schäuble hat recht: Die soziale Marktwirtschaft, früher sprach man gelegentlich auch vom rheinischen Kapitalismus, lässt sich als offenes, freiheitliches Modell bezeichnen. Seit längerem ist sie, dank tatkräftiger Unterstützung durch die deutsche Politik, offen für jeden Unsinn, den der anglo-amerikanische Kasino-Kapitalismus ausbrütet, sowie ausgesprochen freiheitlich, wenn es um die Interessen der Finanzbranche geht. Die Mittel, die der Staat zu ihrer Rettung aufbringt, dürfen dann auch schon einmal jedes Maß sprengen.
Kann dieses Modell gestärkt aus der Krise hervorgehen? Glaubt man einer kürzlich veröffentlichten Emnid-Umfrage, die die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben hatte, ist der überwiegende Teil der Bevölkerung offenbar anderer Meinung als Schäuble. Knapp 90 Prozent der Befragten sprachen sich für eine „neue Wirtschaftsordnung“ aus, mit mehr Umweltschutz und sozialem Ausgleich – wie immer das konkret aussehen mag. Weniger Skepsis förderte eine internationale BBC-Studie vom vergangenen Herbst zu Tage. Ihr zufolge hielten lediglich acht Prozent der Deutschen den Kapitalismus für gescheitert. Dagegen waren drei von vier Befragten der Auffassung, die Probleme ließen sich durch Regulierung und Reformen lösen.« Quelle: 03.09.2010, Beitrag von lesen bei Franfurter Rundschau…
Salzburger Trilog 2010: Bertelsmann-Video
Links:
- Für ein “gutes” Wirtschaftswachstum und eine “neue” Wirtschaftsordnung (Telepolis)
- Bertelsmann Stiftung – Strategien der Entwicklung und Transformation (scharf-links.de)
- Salzburger Trilog: “Bereit sein für nächste Krise” nachdenkseiten.de)
Streit um Qualität der Herzchirurgie? – Fragen Sie Doktor Bertelsmann…
»Kassel. Wie gut arbeitet die Herzchirurgie am Kasseler Klinikum? Viele Patienten sind verunsichert, seit sie von der Auseinandersetzung des fristlos entlassenen Chefarztes Dr. Hermann Sons und der Leitung der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) vor dem Kasseler Arbeitsgericht erfahren haben.
Auszug: “Unter www.weisse-liste.de veröffentlicht die Bertelsmann Stiftung Kennzahlen, mit denen die Qualität in Kliniken dokumentiert wird. Erhoben werden sie von der Bundesstelle für Qualitätssicherung (BQS). Aussagekräftig für die Arbeit einer Herzchirurgie sind Zahlen zu Bypass-Operationen. Hier ist laut Qualitätsbericht von 2008 auf dem Kasseler Möncheberg alles im grünen Bereich. Am Klinikum liegt die Sterblichkeitsrate bei einem Krankenhausaufenthalt für diesen Eingriff bei 3,6 Prozent. Zum Vergleich: Am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg starben 3,5 Prozent der Patienten bei diesem Eingriff, an der Uni-Klinik Göttingen 3,3 Prozent, am Uni-Klinikum Marburg 3,4 Prozent und am Uni- Klinikum Gießen 2,9 Prozent. Als Basis wird ein Referenzbereich von 0 bis 6,7 Prozent zugrunde gelegt.
Werte alarmieren nicht…
Auch an der Qualität hatten die Prüfer offenbar nichts zu meckern. Schaut man sich die Bypassoperationen an, bei denen die Brustwandarterie (ein wichtiges Qualitätskriterium) verwendet wurde, bescheinigen die Prüfer den Herzchirurgen am Klinikum 90,4 Prozent Qualität bei einem Referenzbereich von wenigstens 85 und höchstens 100 Prozent. Rotenburg steht mit 95,2 Prozent besser da, Göttingen erreicht 94,7, Marburg 93,0 und Gießen 96,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 92,5 Prozent…« Quelle: 03.09.2010, Beitrag lesen bei HNA Online…
Links:
- »Mit der Weissen Liste das passende Krankenhaus finden…« (PM Bertelsmann-Stiftung, v. 4.6.2008)
- Ergebnisse einer Bewertung mit der Checkliste „Gute Praxis Arztbewertungsportale“ (PM bundesaerztekammer.de v. 27.5.2010)
- Gesundheitspolitik: Was derzeit wirklich passiert (nachdenkseiten.de v.11.2.2008)
- Dr. Bertelsmann’s Schröpf- und Aderlasstherapie – Zur Privatisierung des Gesundheitswesens (gs)
Oliver Kalkove: Ärztevergleich (Kalkove.de)
Bertelsmann AG:
Halbjahresergebnisse: »Werbung zahlt sich aus…«
»Bertelsmann verdient besser, weil die Unternehmen wieder Anzeigen und Spots schalten. Auch bei der RTL Group laufen die Geschäfte wieder gut« (und von verkaufsfördernden PR-Erfolgen wie im Fall Sarrazin (DVA/Randomhouse) können gewöhniche Verlage nur träumen…) Aus dem Tagesspiegel vom 1.9.2010: »Bertelsmann: Werbung zahlt sich aus«
Auszug: “Getragen von einer kräftigen Werbekonjunktur laufen die Geschäfte von Europas größtem Medienkonzern glänzend. Bertelsmann verdiente von Januar bis Juli 246 Millionen Euro – und hob am Dienstag die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. „Die Konjunktur und vor allem die Werbemärkte zeigen sich freundlicher“, sagte Bertelsmann- Chef Hartmut Ostrowski. Das Unternehmen profitiere davon, dass es führende Marktpositionen ausgebaut und gleichzeitig die Kostenstrukturen verbessert habe. „Das stimmt uns zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf. Deshalb erhöhen wir unsere Gewinnprognose“, sagte Ostrowski. Bei der Weiterentwicklung der Geschäfte werde der Bereich der Digitalisierung eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte das Unternehmen wegen des Werbeeinbruchs in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise noch einen Verlust von 333 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Gesamtjahr brach der Markt für TV-Werbung um zehn Prozent ein. Als Reaktion auf die globale Krise hatte Bertelsmann ein Effizienzprogramm aufgelegt, mit dem Ziel, die Kosten konzernweit um eine Milliarde Euro zu drücken. Unter anderem wurden dabei auch 4000 Arbeitsplätze abgebaut. Mitte dieses Jahres arbeiteten noch gut 100 000 Mitarbeiter für den Medienkonzern. Die Bertelsmann AG ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft. Aktionäre sind die Bertelsmann Stiftung und die Gründerfamilie Mohn…
Die Pressemitteilung von Bertelsmann zitiert den Vorstandvorsitzenden Hartmut Ostrowski und nennt Zahlen zu einzelnen Geschäftsbereichen.
Ostrowski: “Es freut mich, dass sich die Geschäfte im Jahr unseres 175. Geburtstages hervorragend entwickeln. Das operative Ergebnis hat Rekordniveau erreicht. Die Konjunktur und vor allem die Werbemärkte zeigen sich freundlicher. Wir profitieren jetzt davon, dass wir unsere führenden Marktpositionen ausgebaut haben und gleichzeitig die Kostenstrukturen nachhaltig verbessern konnten. Das stimmt uns zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf. Deshalb erhöhen wir unsere Gewinnprognose. Wir sind für die Zukunft gut gerüstet und entwickeln unsere vielfältigen Geschäfte konsequent weiter. Dabei spielt der gesamte Bereich der Digitalisierung eine zunehmend wichtigere Rolle…“
Quelle: 03.09.2010, Beitrag lesen bei tagesspiegel.de…
Highlights der Unternehmensbereiche:
RTL Group:
- Operatives Ergebnis und Umsatzrendite der RTL Group auf dem bislang höchsten Niveau in einem ersten Halbjahr
- Alle Profitcenter der RTL Group haben ihre Ergebnisse verbessern können
- Die Online-Plattformen der RTL Group verzeichnen in sechs Monaten mehr als 715 Millionen Videoabrufe – ein Plus von 50 Prozent
Buchverlagsgruppe Randomhouse:
- Random House steigert Umsatz und operativen Ertrag vor allem in den USA
- Rasantes Wachstum bei E-Books: digitale Verlagsprogramme und Absatz deutlich ausgeweitet
- Drei Random-House-Titel mit Pulitzer-Preis ausgezeichnet
Gruner + Jahr:
- Operating EBIT legte infolge nachhaltiger Kostenmaßnahmen im Vorjahr und überdurchschnittlicher Marktperformance deutlich zu
- Europaweiter Ausbau des Bereichs Corporate Publishing: Audi, Red Bull, Danone vertrauen ihre Kundenkommunikation G+J an
- G+J EMS mit monatlich über 650 Millionen Mobile Page Impressions Reichweiten- und Qalitätsmarktführer im Mobile-Segment in Deutschland
Arvato:
- Arvato übernimmt E-Commerce-Services der Warenhauskette Real von E-Shops über Kundenservice bis hin zu Logistik und Transport
- Arvato Digital Services gewinnt Marktanteile hinzu und steigt mit neuen Kunden in die Geschäftssegmente Merchandising und Electronic Software Distribution ein
- Arvato Infoscore erhält deutschen Innovationspreis PPP (Public Private Partnership) in der Kategorie Verwaltungsmodernisierung
Direct Group:
- Spanischer Club Círculo de Lectores: neue Impulse durch Joint Venture mit führender Verlags- und Buchhandelsgruppe Planeta
- Wachstum in Osteuropa: Family Leisure Club Ukraine feiert zehnjähriges Bestehen und expandiert
- Ertragskraft des französischen Clubs France Loisirs weiterhin auf hohem Niveau
Links & Quellen::
- Halbjahresbericht 2010 als PDF Download (bertelsmann.de)
- Bertelsmann hebt nach Gewinnsprung im ersten Halbjahr Prognose für 2010 an (bertelsmann.de)
G+J und Bertelsmann starten Onlinekiosk Pubbles
»Die Pläne zum Onlinekiosk der Vertriebstochter DPV und der Bertelsmann DirectGroup nehmen konkrete Formen an. Wie DirectGroup-Sprecher Matthias Wulff bestätigt, wird die Shoppingplattform für digitale Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchinhalte “unter dem Namen Pubbles auf jeden Fall im Herbst” freigeschaltet. Geplant sei ein Start noch vor der Frankfurter Buchmesse. Bereits jetzt können sich Interessenten unter Pubbles.de als Beta-Tester anmelden.
Auszug: “Betrieben wird die Shoppingplattform von einer eigens gegründeten gleichnamigen Firma, die ihren Sitz im Hamburger Gebäude der G+J Tochter DPV hat. Laut Horizont werden zunächst nur der DPV und Bertelsmanns DirectGroup Gesellschafter sein und jeweils 50 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen halten.
“Wir verhandeln derzeit mit verschiedenen Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlagen über Kooperationen sowie Beteiligungen”, bestätigte Wulff jedoch auf Meedia-Anfrage. Namen der möglichen Partner wollte Wulff jedoch noch nicht nennen. Auch den Verhandlungsstand ließ er unkommentiert. Laut Horizont hieß es jedoch von G+J, dass bislang rund 30 Presseverlage und zusätzlich etwa ebenso viele Buchverlage in einer Absichtserklärung unterschrieben hätten, ihre digitalen Medieninhalte auch über Pubbles verkaufen zu wollen.
Bislang ist Pubbles mit seinem Angebot noch alleine auf dem deutschen Markt. Der erste Konkurrent könnte allerdings schon bald aus dem eigenen Hause kommen. Denn zusammen mit Holtzbrinck entwickeln die Bertelsmann-Töchter Random House und Arvato eine eigenen Plattform. Die Rivalität zweiter konzerneigener Angebote sieht man in Gütersloh allerdings gelassen. Dem Medienhaus scheint vor allem wichtig sein, überhaupt der erste in diesem potentiellen Zukunftsmarkt zu sein…« Quelle: 02.09.2010, Beitrag lesen bei meedia.de…
*
VG Randomhouse: Neue Märkte für vergriffene Bücher
Die wachsende Verbreitung digitaler Lesegeräte wie Amazon Kindle, Kindle’s fürs IPad und IPhone usw., haben den eBook-Markt in Bewegung und manchen Großverlag in Goldgräberstimmung versetzt.
Von Joachim Weiss
»Eine Marktstellung erreichten E-Books als digitale Buchkopien auf Basis des PDF-Formats bei Fachpublikationen. Dort spielen Funktionen wie Volltextsuche eine wichtigere Rolle als buchtypische Kriterien wie Aussehen, Anfühlen, Dramaturgie usw. …Die Fachbuchverlage produzieren digitale Publikationen, die Auswahl wächst ständig. Auf der Frankfurter Buchmesse 2007 wurde festgestellt, dass bereits 30 % aller Fachbücher als E-Books erhältlich sind. Kurz vor der Frankfurter Buchmesse 2008 hatten Random House und Penguin „exponentiell wachsende“ E-Book-Umsätze. Auch deutsche Publikumsverlage wie Droemer Knaur kündigten E-Books an, obwohl Lesegeräte noch nicht flächendeckend zu haben waren. Themenbereiche sind vor allem Wirtschaft, Recht, Computer/EDV, Medizin/Gesundheit, Psychologie/Pädagogik und Politik/Zeitgeschichte. Jeden Monat kommen auf diese Weise etwa 100 neue digitale Titel auf den deutschen Buchmarkt.« Quelle: Wikipedia-Artikel : eBook.
Wo es um hohe Profite, Verlagsrechte und neue Absatzmärkte geht. mischt Medienkonzern Bertelsmann an vorderster Stelle mit. Kein Verlagsunternehmen tritt in den Schlagzeilen über das Massenscannen von Büchern durch Google, die Vermarktung von eBooks und Lesegeräten durch Amazon, Streit um Lizenzgebühren oder Übersetzungshonorare häufiger in Erscheinung, als die Verlagsgruppe Randomhouse (Bertelsmann), die in Deutschland derzeit 45 und weltweit 120 Verlage in 19 Ländern unter einem Dach vereint. Laut Halbjahresbilanz 2010 legte die Gruppe 2010 beim Umsatz von 0,7 auf 0,8 Milliarden Euro zu, ebenso beim Ebit (20 auf 40 Millionen Euro).
Rückgriff auf literarisches Tafelsiber…
Das Engagement von Randomhouse rührt jedoch nicht allein aus einem wohlverstandenen Interesse an exklusiven (=konkurrenzfreien) Vertriebskanälen ins heimische Wohnzimmer. Vielmehr dringt das Verlagsmanagement über die neue Vertriebsschiene in die Gefilde ungehobener Lizenzschätze vor, deren Verlagsdasein bis anhin eher im Schatten lag: Es geht um die »Backlists« ehemals selbstständiger deutscher Verlagshäuser, die Bertelsmann seit 1998 in großem Stil aufgekauft hat; per eBook kann dieses literarische Tafelsilber zum Billigsttarif wieder in den Markt gebracht werden.
Streng genommen beinhaltet eine Backlist alle noch lieferbaren Buchtitel eines Verlages, die nicht neu erschienen sind. Fortan können dazu auch solche Titel gerechnet werden, deren Nachdruck ohne moderne Archivierung- und Herstellungsverfahren (Stichwort »Print on demand«, eBook) ziemlich unwirtschaftlich wäre. Man erinnere sich andererseits daran, dass ein großer Teil der Verlage, die Randomhouse heute die Marktführerschaft sichern, erst 2003 im Gefolge einer Millionen-Pleite der ehemaligen Springer-Verlagsgruppe Ullstein-Heyne-List bei Randomhouse gelandet sind. Konkrete Zahlen über die Höhe dieses „Rettungsdeals“ für bekannte Verlagsmarken wie Heyne, Blessing, Ludwig, Südwest u.a. wurden damals nicht genannt; die FAZ berichtete am 11.2.2003 »in Branchenkreisen war von 100 Millionen Euro die Rede.«
Alleine die Backlist des Heyne-Verlags, mit ihren zahlreichen, teilweise bis in die 1950er Jahre zurückreichenden Sachbuch-, Fantasy-, Kochbuch-, Krimi- und Ratgeber-Reihen, dürfte über 20.000 Buchtitel enthalten, die per eBook quasi zum Nulltarif neu vermarktet werden können. Hinzu kommt: Verlagsverträge aus der Zeit vor der Jahrtausendwende enthalten häufig nur rudimentäre Vereinbarungen über die Teilung von Nebenrechten, was es den Verlagen erleichtert, Autoren, Übersetzer und Inhaber sonstiger Rechte mit Kleingeld abzufertigen, wollen sie nicht vor Gericht ziehen. Multipliziert mit der Anzahl der Verlage, die Randomhouse in den vergangenen Jahren durch Zukäufe erworben hat, läppert sich da einiges zusammen. Kein Wunder also, dass die Freude über den prosperierenden eBook-Markt im Hause Bertelsmann besonders groß ist – schließlich benötigt man viel Geld, um der Gesellschaft ständig “Gutes” zu tun…
Links:
Bundesgerichtshof entscheidet über Übersetzerhonorare -
- BGH entscheidet über Übersetzungshonorare: Übersetzern steht Erfolgsbeteiligung zu, boersenblatt.de v. 17.10.2009
- E-Book beflügelt Bertelsmann (westfalen-blatt.de)
- Halbjahresbericht: Random House wächst vor allem in den USA (buchreport.de)
- Andere Baustelle, aber passend zum Thema: Leistungsschutzrechte – oder neue Biotope und Reservate für bedrohte Verleger?
Auszug: “Einen neuen Ausweg aus ihrer verzwickten Lage suchen die verzweifelten Verleger mit immer neuen Ansprüchen und Sonder- oder Schutzrechten. Diesmal haben ihn die Kollegen nördlich der Landesgrenze ausgebrütet. Das sogenannte Leistungsschutzrecht wird in Deutschland seit Anfang 2009 durch die Medienlandschaft gejagt und ist heftig umstritten, wie eine Fülle von Beiträgen auf Heise-Online zeigt. Und hier wie dort bleiben einige wesentliche Nachfragen auf der Strecke: Um wessen Leistungen geht es dabei eigentlich? Denn es gilt als weitgehend ausgemacht, dass nicht die Verleger die Beiträge in ihren Zeitungen und Zeitschriften schreiben (von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen), sondern ihr journalistisches Personal. Und genau diesen Schreibenden – darunter insbesondere den Freischaffenden – haben die Verleger in den letzten Jahren systematisch die Rechte abgeluchst. Über die Mehrfachverwertungsrechte an einem Beitrag, ob Online oder multimedial, verfügt heute kaum noch eine Autorin oder Autor. Denn dieses Privileg nebst angemessener Honorierung haben sich Verlage inzwischen längst angeeignet – zum Nachsehen der Schreibenden und journalistischen Leistungsträger.” Quelle: 3.9.2010, netzpolitik.org - Anm. zu Nebenrechten:
Es ist zwischen buchnahen bzw. buchfernen Nebenrechten zu unterscheiden. Buchnahe Nebenrechte sind alle Rechte, die etwas mit dem Druck des Werks zu tun haben, d.h. Taschenbuchausgaben, Buchclubausgaben, Zeitschriftenvorab- und Nachdrucke, Übersetzungen in fremde Sprachen mit dem Zweck, ein Druckwerk herzustellen. Buchferne Nebenrechte sind alle Rechte, die etwas mit einer Bearbeitung des Buches zu tun haben, in der Regel für ein anderes Medium – also Film, Funk, Fernsehen etc. Im Verlagsvertrag läßt sich der Verlag i.d.R. sämtliche Verwertungsrechte übertragen, z.B. für Zeitungsabdrucke, Verfilmungen, sowie das Recht, Dritten entsprechende Lizenzen einzuräumen. Das Verhältnis sollte bei 70% Autor : 30% Verlag, mindestens jedoch 50:50 liegen, wurde jedoch -vor allem in Standard-Verlagsverträgen- eher umgekehrt (30% Autor : 70% Verlag) gehandhabt.
Verblödungssender RTL kritisiert deutsches Bildungssystem
»Das deutsche Bildungssystem sei »mal wieder nur Mittelmaß – das hat eine europäischen Bildungsstudie der Bertelsmann-Stiftung ergeben. Die Bundesrepublik bleibt bei einem Vergleich des ‘Lernklimas’ deutlich hinter Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Finnland zurück,« heuchelt Deutschlands erfolgreichster TV-Bildungskiller: RTL.
Auszug: “Unsere europäischen Nachbarn hätten der Studie zufolge “bislang am besten die Idee vom lebenslangen Lernen in die Tat umsetzen können”. Dabei wurde neben der Qualität der Schulen und Universitäten, Bildung auch im Bezug auf gesellschaftliches Engagement, sportliche Aktivitäten und die Teilnahme an Kulturveranstaltungen in die Berechnungen mit einbezogen.
“Gelernt wird bei weitem nicht nur an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen”, so Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung. “Wir lernen auch am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen Organisationen, in der Familie, in der Freizeit.”
Die Hauptursache für das mäßige Abschneiden sehen die Experten vor allem darin, dass Deutschland vergleichsweise wenig Geld in Schulen und Hochschulen investiere. In anderen Bereichen stünden die Deutschen dagegen gut da: Sie seien relativ offen und tolerant, häufig gesellschaftlich engagiert und gingen gern ins Museum. Auf den letzten Plätzen des Rankings liegen Griechenland, Bulgarien und Rumänien.
Die Fachleute entdeckten dabei Zusammenhänge zwischen einem guten Lernklima in einem Staat und dem Wohlstand beziehungsweise Wohlergehen dort. In diesem Herbst sollen weitere Analysen erscheinen. Dann werden deutsche Kommunen und Regionen miteinander verglichen…« Quelle: 03.09.2010, Meldung lesen bei rtl.de…
Links:
- »Lebenslanges Lernen in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld«
“ELLI erster europäischer Index zum lebenslangen Lernen – Deutschland: Schwächen bei formaler Bildung – Mangel an Hochschulabsolventen” PM der Bertelsmann-Stiftung zum European Lifelong Learning Index - Lebenslanges Lernen in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld : Der ELLI Index in Kürze (PDF-Download)
- Bildungs-Klatsche für Deutschland: »Wir liegen hinter den Briten, Österreichern und Belgiern…BILD.de erklärt, woran es liegt« (bild.de)
- Österreich beim Lebenslangen Lernen über EU-Schnitt. Menschen, die ein Leben lang lernen, gibt es laut ELLI in Österreich häufiger als etwa in Rumänien, Bulgarien und Griechenland. (derstandard.at)
- Meinungsumfragen: Wer ist schuld an der Schulmisere? (focus.de)
- »Volksverblödung aus Gütersloh: Für Bertelsmann und RTL ist Hartz-IV ein erfolgreiches Geschäftsmodell« (gs v. 22.9.2009)
Bertelsmann-Stiftung proudly presents:
Liz Mohn: Edle Patriarchin mit eigener Broschüre
»Nach kritischen Berichten über die engen Verbindungen von Verlag und Stiftung ist man bei Bertelsmann um Imagepflege bemüht. Nun erscheint eine Textsammlung von und über Liz Mohn.
Auszug: ” Wer sich jetzt fragt, ob tatsächlich irgendjemand diese Sammlung von Interviews und Grußworten Liz Mohns braucht, ist dumm, gemein und unreif.
Denn mittendrin findet sich etwas ganz, ganz Kostbares: ein Porträt der First Lady of Bertelsmann, wie es so kein Zweiter schreiben könnte. Und wie es jegliche Vorwürfe, die Gütersloher – egal ob Medienkonzern oder Stiftung – seien humorlose, nicht zur Selbstironie fähige Schwerblüter, ins Reich der ostwestfälischen Legenden verweist.
Welches andere Weltunternehmen, das seine oberste Konzernherrin und Miteigentümerin promoten möchte, würde sich allen Ernstes so etwas trauen: In einem solchen Werk ein sechseitiges, triefendes Bunte-Porträt von Paul Sahner (“Patriarchin mit GROSSEM HERZEN”) in voller Länge inklusive Fotos nachzudrucken? Eben! …« Quelle: 02.09.2010, Beitrag von Steffen Grimberg lesen bei taz.de…
Links:
- Broschüre “Liz Mohn. Positionen – Unternehmenskultur und Werte”, 2010 als PDF-Download (bertelsmann-stiftung.de)
- Bertelsfrau Liz Mohn lässt sich feiern. (turi2.de)
- »Paul Sahner, deutscher Journalist und Autor, ist Mitglied der Chefredaktion der Zeitschrift Bunte und war Moderator der Fernsehsendung “…bitte mit Sahner”« (wikipedia.org)
- Wenn blaues Blut in Wallung kommt: …Bertelsmann-Chefin Liz Mohn ließ sich von People-Expertin Karin Schlautmann eine Image-Broschüre schneidern… (meedia.de)
Verschiedenes:
INSM: »Im Jahr 20 der Einheit
geht im Osten wirtschaftlich die Sonne auf…«
»Brandenburg ist Dynamiksieger im achten wissenschaftlichen INSM-WiWo-Bundesländerranking. Arbeitsmarkt, Soziales, Wirtschaft und Wohlstand – kein anderes Bundesland hat sich in den Jahren 2006 bis 2009 so positiv entwickelt wie Brandenburg, behauptet die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Auszug: “”Im 20. Jubiläumsjahr der Einheit ist es eine wichtige, positive Nachricht, dass alle neuen Bundesländer inklusive der Hauptstadt Berlin den Dynamikvergleich anführen”, erklärte Henning Krumrey, Chefredaktion der WirtschaftsWoche, am 3. September zur Präsentati-on der von Wissenschaftlern der Kölner IW Consult erarbeiteten Studie. Dies zeige, dass die Wirtschaft in den neuen Ländern Fuß fasse. Mit Thüringen schob sich zudem im Niveauvergleich erstmals ein neues Bundesland vor ein Westland (Bremen).
Dynamiksieger Brandenburg punktet mit überdurchschnittlichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – so z. B. mit dem deutlichsten Rückgang der Jugendarbeitslosenquote, starken Bildungsindikatoren (steigende Studentenzahlen und Drittmittel je Professor) sowie soliden Landesfinanzen. Zu den Treibern der Aufwärtsentwicklung gehört Potsdam, neben Jena die zweite Boom-Stadt in Ostdeutschland mit einer starken Universität, vielen Instituten und Biotech-Unternehmen. Zudem importieren Pendler von Berlin aus Wohlstand in die Mark. Das INSM-WiWo-Bundesländerranking 2010 zeigt aber auch, wie stark gerade die hoch industrialisierten Länder in der alten Bundesrepublik unter der Wirtschaftskrise gelitten ha-ben. Die exportorientierten Industrieländer Bayern und Baden-Württemberg finden sich auf den Dynamikrängen 10 und 16. Noch im Vorjahr hatten sie die Positionen 7 und 8 belegt…« Quelle: 03.09.2010, Artikel lesen bei presseportal.de…
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