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Topmeldungen:

  1. Links blinken, rechts abbiegen -
    Neue Umfragen der Bertelsmann-Stiftung
  2. Bertelsmannrepublik Deutschland:
    Scharfe Kritik an der Stiftung des Medienkonzerns
  3. Liz Mohn sichert die Macht
  4. Ex-RTL-Chef Helmut Thoma ätzt gegen Bertelsmann

Bertelsmann-Stiftung:

  1. Gedanken zur Wirtschaft: Heuchelei um den Fachkräftemangel
  2. Bertelsmann-Stiftung:
    »Doppelbelastung von Familie und Beruf stoppt Frauen-Karrieren«
  3. Kita-Personal im Osten besser ausgebildet?
  4. Marionettenpolitik:
    »Wie viele Umfragen brauchen Sie noch, Frau Schröder?«
  5. Demographischer Wandel:
    Sigurd Heimann – Ein Bürgermeister im Unruhestand
  6. Reinhard Mohn Preis 2011: Demokratie für die Zukunft?

Verschiedenes:

  1. Reinhard-Mohn-Stiftung: Christoph Mohn wagt Comeback nach dem Lycos-Flop
  2. Raffelhüschen: Selbstbehalt für weniger Arztbesuche
  3. Migranten & Hartz IV: Liz Mohn in der »Sarrazin-Falle« ?
  4. Wohltätigkeitsterrorismus…

Links:

TV-Sendungen:
Umblättern:
  1. Bertelsmann-Monitor 4/2010 vom 5. Aug. 2010. Themen:
    Arbeitsmarktstudie I: Vollbeschäftigung und Pflegenotstand: Versorgung Pflegebedürftiger gefährdet – Arbeitsmarktstudie II: »Bertelsmann plustert Banalitäten medial auf« – Bildungspolitik I: Aufwertung der geplanten Gemeinschaftsschule gefordert – Bildungspolitik II: Intelligent investieren – Förderung: mangelhaft – Politische Mitwirkung: Die Bürger werden mündig- Bertelsmann-Gesundheitsmonitor: Die Kostenexplosion ist ein Mythos – Einkommensverteilung: Die Abstiegssorgen der Mittelschicht- Demographische Entwicklung: Wege zu altengerechten Kommunen – EU genehmigt Kooperation von Bertelsmann und Planeta – Bertelsmann vor Einstieg bei der Online-Sprachschule Learnship -Wahrheitssucher Hersch Fischler: Der Störenfried – Literatur im NS-Staat – und mehr…
  2. Bertelsmann-Monitor 6/2010 (3.9.2010)
    Themen: Sarrazin-Buch: »…geht weg wie warme Semmeln!« – Für Bertelsmann stets zu Diensten: Sachverständigenrat distanziert sich von Sarrazin-Buch – Bildungsökonomie: Das Geschäft mit der Nachhilfe – Neue Wirtschaftsordnung oder Umdeutung der Krise? – Streit um Qualität der Herzchirurgie – Fragen Sie Doktor Bertelsmann… – G+J und Bertelsmann starten Onlinekiosk “Pubbles” – Kommentar: Neue Märkte für vergriffene Bücher – Verblödungssender RTL kritisiert deutsches Bildungssystem – mehr…

Hinweis:

  • Anregungen, Kritik, Artikel, Hinweise und Kommentare  sind jederzeit willkommen und erreichen gegen-stimmen.de am schnellsten per Kontaktformular
  • Der Bertelsmann-Monitor reflektiert Aktivitäten der Bertelsmann-Stiftung, der Bertelsmann AG und ihrer Tochterunternehmen bzw. Firmenbeteiligungen aus verschiedenen Informationsquellen. Die aufgenommenen Artikel, Meldungen, Informationen usw. werden sorgfältig zusammengestellt, geben jedoch nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion wieder.
  • Nächste Ausgabe: Donnerstag 2.September 2010
  • Redaktion: Joachim Weiss /jowi
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Topmeldungen:

Links blinken, rechts abbiegen –
Neue Umfragen der Bertelsmann-Stiftung

Von Joachim Weiss

»Da der Papst unfehlbar ist, ist alles was er glaubt wahr. Er glaubt unter anderem auch unfehlbar zu sein, folglich ist er in der Tat unfehlbar.« Eine solche »Erschleichung des Beweisgrundes«, durch den argumentativen Trick, eine zu beweisende Behauptung bereits in der Argumentation als wahr vorauszusetzen, disqualifiziert die Philosophie als »Petitio principii«. Ähnlich verhält es sich mit der jüngsten Umfrage der Bertelsmann-Stiftung, in der kritische Deutsche und Österreicher(!) »starke Zweifel am Kapitalismus« hegen, sich gar nach »einer neuen Wirtschaftsordnung sehnen.« Wüsste man nicht, welchem neoliberalen Lügenmaul diese Scheinerkenntnisse entsprungen sind, könnte man glauben, der Teufel fordere das Reinheitsgebot zum Weihwasser-Brauen ein…

Ein Beitrag von Florian Rötzer in Telepolis bringt den Widerspruch so auf den Punkt: »Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung soll die Zustimmung zur Sozialen Marktwirtschaft demonstrieren – es darf gezweifelt werden.«

Auszug: „Zumindest will man bei der Bertelsmann Stiftung mit dem Ergebnis der Umfrage für die soziale Marktwirtschaft werben, wie das Gunter Thielen, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, mit seiner Interpretation macht: “Die Soziale Marktwirtschaft ist über Jahrzehnte eine stabilisierende und ausgleichende Kraft in unserem Land und damit auch ein Garant für den sozialen Zusammenhalt. Auf ihrem Fundament muss jetzt eine langfristige Strategie zum Umgang mit Krisen entwickelt werden. Vertrauen, Nachhaltigkeit und sozialer Ausgleich müssen die Grundpfeiler einer solchen Strategie sein.” Da wäre doch eigentlich auch gut gewesen, man hätte die Bürger direkt befragt, ob sie die soziale Marktwirtschaft – was immer man genauer darunter auch verstehen mag, schließlich ist das ein sehr dehnbarer Begriff – unterstützen oder verändern wollen…“ Quelle: Telepolis

Auch WELT Online unternimmt einen kritischen Deutungsversuch:

Auszug: “…Diese gesellschaftliche Entwicklung steht in diametralem Gegensatz zu den politischen und ökonomischen Leitlinien der vergangen zehn Jahre, die von einer Liberalisierung der Märkte und einem bisher nie da gewesen Abbau von Sozialleistungen geprägt war. In diesen Jahren öffneten sich gar die ursprünglich ökologischen und wachstumskritischen, sprich postmaterialistischen Grünen dem neoliberalen Marktverständnis, das sich in den Wirtschaftsprogrammen der ersten Jahre des neuen Jahrhunderts niederschlug. Einzig die Gewerkschaften sperrten sich dagegen, aus ihren Reihen heraus entstand denn auch als politische Gegenbewegung die „Wahlalternative und soziale Gerechtigkeit“, die später zusammen mit der PDS in der Linkspartei aufging. Doch waren die Linken nicht das einzige Sammelbecken der Kritiker. Zigtausende demonstrierten in den Städten gegen die Hartz-Gesetze, in Massen kehrten SPD-Mitglieder ihrer Partei den Rücken, und immer mehr Menschen blieben den folgenden Wahlen fern. Obwohl der Vertrauensverlust in die Politik unübersehbar wurde, hielten die Regierenden und die großen Parteien an ihrer Strategie fest. Auf diese Weise entzweiten sich Politik und Gesellschaft zunehmend…“ Quelle: WELT Online

Welche Rolle der Bertelsmann-Stiftung für die planmäßige Herbeiführung der angeprangerten Missstände zufällt, scheint den WELT-Redakteueren irgendwie entfallen zu sein.

Eröffnungsmusik zum Salzburger Trilog 2010

Doch in Wahrheit geht es der Bertelsmann-Stiftung auch gar nicht um soziale Gerechtigkeit oder eine neue Wirtschaftsordnung. Ihre EMNID-Umfrage liefert vielmehr die Eröffnungsmusik für den diesjährigen »Salzburger Trilog, eine jener lobbyistischen Hinterzimmerveranstaltungen, in der sich Brunnenvergifter aus Politik, Wirtschaft und Medienwelt zum Briefing und Erfahrungsaustausch treffen.

Erwartet werden 30 Gäste aus 15 Ländern, darunter »fünf amtierende Außenminister aus der Schwarzmeerregion«, Dr. Stefan Bergheim (Zentrum für gesellschaftlichen Fortschritt), Michael Best (ARD), Peter Blom (Triodos), Victor Chu (FirstEastern Investment Group), Bo Ekman (Tallberg Foundation), Dr. Wolfgang Ruttensdorfer (OMV), Werner Wutscher (RWE) und Pascal Lamy (WTO).

Wolfgang Schüssel / Salzburger Trilog

Wolfgang Schüssel / Salzburger Trilog 2008 auf YouTube (Bild klicken)

Moderiert wird die Veranstaltung von Österreichs EX-ÖvP Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der sich seit dem Zerfall seiner Koalition mit der rechtspopulistische FPÖ von Jörg Haider ein Zubrot als Conférencier verdient, um seine bescheidene Frühpension von rund 11.000 Euro aufzubessern.

»Seit 2004 lädt Schüssel jedes Jahr gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung zum Salzburger Trilog ein, einem Hintergrundgespräch für hochrangige Entscheidungsträger und Meinungsbildner im Rahmen der Salzburger Festspiele. Die Gesprächsleitung übernimmt Schüssel, die Diskussionspapiere kommen von der Bertelsmann Stiftung. Damit hat Bertelsmann gute Beziehungen in die beiden großen österreichischen Parteien. Immer wieder in der Vergangenheit war RTL-Chef und Bertelsmann-Vorstand Gerhard Zeiler als österreichischer Kanzlerkandidat für die SPÖ und von ÖVP-Seite als zukünftiger ORF-General im Gespräch. In den 80er Jahren war Zeiler Regierungssprecher der österreichischen Bundeskanzler Fred Sinowatz und Franz Vranitzky. Von 1994 bis 1998 war Zeiler Generalintendant des Österreichischen Rundfunks (ORF).« Nachzulesen in dem Beitrag „Bertelsmann-Führung und Konzernverflechtungen“ von Wiebke Priehn und Alexander Braband bei indymedia.org

Im Mittelpunkt des diesjährigen Salzburger Triloges 2010 steht laut Bertelsmann-Stiftung »die Frage nach einer neuen Wirtschaftsordnung, die nicht länger auf langfristiges Wachstum, sondern auf die Verbesserung der Teilhabe und Verringerung des ökologischen Fußabdruckes ausgerichtet wird. Das bedeutet auch, die ethischen Grenzen wirtschaftlichen Wachstums zu erkennen, den Fortschritts- und Wohlstandsbegriff neu zu definieren und nach Ansicht mancher Experten immaterielle Wohlstandsquellen stärker als bisher zu erschließen.« Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Fazit: »Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden…« John Maynard Keynes.

Joachim Weiss

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Scharfe Kritik an Stiftung von Medienkonzern Bertelsmann

»Der Journalist und Buchautor Thomas Schuler zweifelt in seinem neuen Buch “Bertelsmann Republik Deutschland” die Gemeinnützigkeit der Stiftung an und wirft ihr Intransparenz sowie politische Einflussnahme etwa bei der Hartz-IV-Gesetzgebung vor.

Auszug: “Stiftung als Instrument, Gewinne im Konzern zu behalten?

Schuler sieht die Stiftung als Instrument, Gewinne im Konzern zu behalten. Die Stiftung verwahrte sich gegen diese Darstellung. “Den Angriff auf unseren gemeinnützigen Status weisen wir entschieden zurück. Wir werden regelmäßig von den Steuerbehörden und der Stiftungsaufsicht geprüft ­ bis heute gibt es keine Beanstandungen”, betonte dazu Vorstandschef Thielen. Die Stiftung arbeite “unabhängig von den Interessen der Bertelsmann AG” und wahre parteipolitische Neutralität. “Ich hätte mir eine Auseinandersetzung mit der Stiftung gewünscht, die an aktuellen Positionen und Projekten ansetzt.”

Die Fachleute der Bertelsmann Stiftung erstellen Studien zu gesellschaftlich relevanten Themen, um sie Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zur Aufgabenstellung zählen nach eigenen Angaben “bessere Bildung, eine gerechtere und effiziente Wirtschaftsordnung, ein vorsorgendes Gesundheitswesen, eine lebendige Bürgergesellschaft und wachsende internationale Verständigung”. Schuler schreibt als freier Journalist unter anderem für die “Süddeutsche Zeitung”, die “Berliner Zeitung” und die “Neue Zürcher Zeitung”. 2004 war bereits seine Biografie “Die Mohns” erschienen…« Quelle: 19.08.2010, Beitrag lesen bei satundkabel.de…

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Liz Mohn sichert die Macht

»Gütersloh (WB). Liz Mohn, Sprecherin der Gründerfamilie und Vorsitzende der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG), ist laut »Spiegel« angeblich dabei, ihre große Machtstellung bei dem Medienkonzern noch weiter zu stärken und langfristig für die Familie zu sichern.

Auszug: “Nur eine Woche nach Veröffentlichung des Buches »Bertelsmann Republik Deutschland« von Thomas Schuler nimmt das Hamburger Magazin die BVG-Stiftung in den Blick. Schuler schreibt, sie sei »nicht nur die kleinste, jüngste und unbekannteste, sondern auch die mächtigste und somit die wichtigste der Stiftungen der Familie Mohn«. Ende Dezember 2007 von der Bezirksregierung in Detmold anerkannt, widmet sie sich laut Satzung sozialen, mildtätigen, kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken.

Einzige verfügungsberechtigte Vertreterin ist Liz Mohn. Bislang ist die BVG-Stiftung operativ nicht in Erscheinung getreten. »Welche gemeinnützigen Projekte gefördert werden, ist noch nicht entschieden«, erklärte gestern Andreas Henke, Sprecher der Bertelsmann-Stiftung.Gesellschaftsrechtlich dagegen ist eine wichtige Entscheidung gefallen. 2008 sind 76 Prozent der Stimmrechtsanteile an der BVG auf die BVG-Stiftung übertragen worden. Der Rest verteilt sich zu je vier Prozent auf Liz Mohn, Brigitte Mohn, Christoph Mohn, Werner Bauer (Nestlé), Dieter Vogel (bis Ende 2007 Aufsichtsratschef der Bertelsmann AG) und Jürgen Strube (BASF)…« Quelle: 19.08.2010, Artikel von Bernhard Hertlein lesen bei westfalen-blatt.de…

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Ex-RTL-Chef Helmut Thoma ätzt gegen Bertelsmann

»Alte Feindschaft: Ex-RTL-Chef Helmut Thoma lässt seine Hassliebe zur RTL-Mutter Bertelsmann neu aufflammen und wundert sich über das “Ausmaß an Undankbarkeit”, die in keinem Verhältnis zu den “erwiesenen Wohltaten und Leistungen” stehe, die er für Bertelsmann erbracht habe. Im Interview mit dem “Kölner Stadtanzeiger” wirft Thoma dem Medienkonzern vor, Bertelsmann sehe “RTL ausschließlich als Geldablieferungsmaschine”.

Zitat: “Ein Verkauf von RTL nach einem Börsengang von Bertelsmann wäre womöglich “am vernünftigsten gewesen”. Von dem Erlös hätte der Konzern “Unternehmen kaufen können, die besser zu Bertelsmann gepasst hätten”. Generell bewertet Thoma die deutsche Fernsehlandschaft als “enorm verarmt”. Private und öffentlichrechtliche Sender “kämpfen auf verschiedenen Feldern”: Bei den Unter 50-Jährigen hätten ARD und ZDF “nur noch Restbestände” und unter den Privatsendern bestehe ein “Duopol durch zwei private Sendergruppen”. Es herrsche “kein Konkurrenzinteresse mehr. Unter zweien kann man sich herrlich einigen”, so Thomas Vorwurf. Daher fordert er, die gesetzliche Grenze beim Zuschauermarktanteil “schonend” von 30 auf 20 Prozent zu senken. Durch einen dritten oder vierten Anbieter “würde wieder Leben in die Fernsehlandschaft kommen”…« Quelle: 19.08.2010, Artikel von Florian Treiß lesen bei turi2.de…

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Bertelsmann-Stiftung:

Gedanken zur Wirtschaft:
Heuchelei um den Fachkräftemangel

»Wenn Aufschwung der Wirtschaft und das politische Sommerloch zusammentreffen – da muss es doch für Politiker was zu holen geben. Und schon ist ein tolles Stichwort da: der „Fachkräftemangel“.

Auszug: “Das Totschlag-Argument des demographischen Faktors – die Deutschen werden immer weniger, damit gibt es auch immer weniger Arbeitskräfte – ist dadurch hinfällig geworden. Für deutsche Unternehmen umfasst der Binnenmarkt auch für Arbeitskräfte nicht mehr nur die Bundesrepublik mit ihren derzeit noch 82 Millionen Einwohnern, sondern die auf 27 Mitgliedsstaaten angewachsene EU mit rund 500 Millionen Einwohnern.

Akademiker aus der ganzen Europäischen Union können schon jetzt in Deutschland angeworben werden – und für alle anderen Arbeitkräfte gilt die totale Freizügigkeit vom nächsten Jahr an. Mehr Zuwanderung aus dem Ausland braucht als Mittel gegen den Fachkräftemangel also gar nicht lautstark gefordert werden – sie ist schon jetzt möglich.

Auch viele ältere Fachkräfte stehen den Betrieben durchaus zur Verfügung – die Unternehmen wollen sie nur nicht. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung stellen heute 40 Prozent der Firmen in Deutschland aus grundsätzlichen Erwägungen keine über 50-Jährigen mehr ein.

Es gibt noch ein weiteres, von Ministerin von der Leyen nicht genanntes hochqualifiziertes Fachkräfte-Potential, das bislang von vielen Firmen noch mit bewusster Missachtung gestraft wird. Das sind junge Akademiker mit Fachabschlüssen, die sich vergeblich um eine Festanstellung bemühen. Stattdessen werden sie immer nur kurzfristig als „freie Dienstnehmer“ oder „Projektarbeiter“ angeheuert – so sind sie billige Mitarbeiter für qualifizierte Arbeiten.

Solange die Politik nicht durch bessere Bildungsangebote für eine angemessene Qualifikation der Jugendlichen in Deutschland sorgt, solange die Unternehmen die schon vorhandenen Rekrutierungsmöglichkeiten für Fachkräfte hierzulande nicht nutzen – solange ist die allseitige Klage über den Fachkräftemangel nichts als pure Heuchelei…« Quelle: 17.08.2010, Beitrag von Hans-J. Schmahl lesen bei Märkische Oderzeitung…

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Bertelsmann-Stiftung:
»Doppelbelastung von Familie und Beruf stoppt Frauen-Karrieren«

»Umfrage: Jede zweite Frau ändert ihre beruflichen Karrierewünsche wegen Familie und Beruf oder gibt sie ganz auf – 60 Prozent für Frauenquote in Betrieben

Auszug: “Zwei Drittel der Bundesbürger sind laut Umfrage überzeugt davon, dass es um die berufliche Chancengleichheit von Frau und Mann schlecht bestellt ist. Fast 90 Prozent von ihnen sehen Frauen an erster Stelle durch Familie und Beruf benachteiligt. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) glauben zudem, dass männliche Führungskräfte Frauen ausgrenzen. Die oft behauptete mangelnde Durchsetzungsfähigkeit von Frauen im Job scheint dagegen kein Thema zu sein. 80 Prozent der Befragten halten sie für genauso durchsetzungsstark und 60 Prozent sogar für gleichermaßen machtbewusst wie Männer…

…Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung: “Viele Unternehmen erkennen angesichts des demographischen Wandels und der Globalisierung, wie wichtig es ist, die Fähigkeiten vieler exzellent ausgebildeten Frauen im Beruf zu nutzen. Das kann aber nur dann gelingen, wenn es keine Karrierebremsen für Frauen gibt und die Gesellschaft auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch viel mehr Wert legt als bisher.” …« Quelle: 18.08.2010, bertelsmann-stiftung.de…

Kommentar: Die Studie ist ein Projekt der Bertelsmann »Business Summer School« und wurde bundesweit vom 17.-21. Juni 2010 durchgeführt.

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Kita-Personal im Osten besser ausgebildet?

»Ländermonitor Frühkindliche Bildung zeigt große Unterschiede zwischen Berufsqualifikation und Ausbildungsdauer

Bei der beruflichen Qualifikation des Personals in den Kindergärten hinkt der Westen den östlichen Bundesländern hinterher. Fast 90 Prozent aller pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen in Ostdeutschland sind ausgebildete Erzieherinnen. In den westlichen Ländern verfügen weniger als 70 Prozent über diesen Fachschulabschluss, der eine mindestens vierjährige, meist jedoch fünfjährige Ausbildung erfordert. Im Westen haben annähernd 20 Prozent lediglich eine zweijährige Ausbildung als Kinderpflegerin oder Sozialassistentin absolviert. Zum Vergleich: Ihr Anteil macht im Osten weniger als ein Prozent des Kita-Personals aus. Das geht aus den Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung hervor, die im Internet abrufbar sind.

Auszug: “Seit 2007 hat sich das Ausbildungsniveau der pädagogischen Fachkräfte in Deutschland laut Ländermonitor kaum verändert. Insgesamt haben rund 72 Prozent einen Fachschulabschluss als Erzieherin, mehr als 13 Prozent einen Berufsschulabschluss als Kinderpflegerin und nur 3,5 Prozent verfügen über einen Hochschulabschluss. Die zahlreichen neu eingerichteten Studiengänge an Hochschulen haben zwischen 2007 und 2009 noch keinen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Hochschulabsolventinnen unter den Erzieherinnen bewirkt.

Weitere Analysen des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 zeigen, dass zunehmend mehr Kita-Beschäftigte in Teilzeit tätig sind. Waren vor zehn Jahren noch über die Hälfte von ihnen in Vollzeit beschäftigt, liegt dieser Anteil nun unter 40 Prozent. Im Osten arbeiten hingegen 80 Prozent der Beschäftigten weniger als 38 Stunden pro Woche, im Westen sind es 56 Prozent. Für die Beschäftigten bedeutet das geringere Einkommen, zudem macht es diese Entwicklung schwieriger, die nötigen stabilen und kontinuierlichen Beziehungsstrukturen zu schaffen. Dies ist insbesondere für den steigenden Anteil von Kindern bedeutsam, die ganztags betreut werden…« Quelle: 19.08.2010, vwd.de…

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Marionettenpolitik:
»Wie viele Umfragen brauchen Sie noch, Frau Schröder?«

»Zu der aktuellen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung, wonach Kinder die entscheidende Karrierebremse für Frauen sind, erklärt die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende, Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:

Auszug: “Die Ergebnisse der heute veröffentlichten Umfrage der Bertelsmann-Stiftung belegen: Noch immer haben Frauen mit Kindern schlechtere Karrierechancen. Es muss mehr getan werden, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Klar ist, das geht nicht zum Nulltarif. Aber statt Steuergeschenke für Reiche zu verteilen, muss Bundesfamilienministerin Schröder endlich ihren Job machen.

Die Umfrage macht zwei Punkte deutlich:

Zum einen brauchen wir gute Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Der Ausbau der Kinderbetreuung muss deshalb weiterhin ganz oben auf der familienpolitischen Agenda bleiben. Ohne geeignete Betreuungsangebote können vor allem Alleinerziehende nicht erwerbstätig sein. Die Familien in Deutschland müssen sich darauf verlassen können, dass der verabredete Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab Eins bis 2013 Realität wird. Insbesondere für Alleinerziehende brauchen wir einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Zum anderen brauchen wir endlich eine gesetzlich geregelte Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände, wenn wir nicht nochmals Jahrzehnte verlieren wollen und damit weitere Frauengenerationen von einer gleichberechtigten Teilhabe und von gleichen Karrierechancen ausschließen wollen. Deshalb fordert die SPD eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten von mindestens 40 Prozent. Wie viele Studien und Umfragen braucht Frau Schröder noch, um endlich zu erkennen, dass eine solche Quote nicht „ultima ratio“ ist, sondern absolut notwendig, um eine zeitgemäße Entwicklung in den Unternehmensstrukturen zu erreichen? Schon jetzt sind es 60 Prozent der Frauen und immerhin 41 Prozent der Männer, die sich für eine Frauenquote in Unternehmen und Organisationen aussprechen…”« Quelle: 19.08.2010, Meldung vom 12.8.2010 lesen bei pressrelations.de…

Kommentar: Es ist wohl doch keine »…Illusion, dass eine Stiftung oder ein Unternehmen ein Land wie die Bundesrepublik nach ihren Vorstellungen formen und prägen kann« (O-Ton Oberstiftel Gunter Thielen); immerhin finden sich in der SPD noch einige treue Verbündete, die genau dafür eintreten… /jowi

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Demographischer Wandel:
Sigurd Heimann – Ein Bürgermeister im Unruhestand

»Der Bürgermeister strampelt sich ab für die kleine Gemeinde Burgstall in Sachsen-Anhalt. Trotzdem ziehen immer mehr Einwohner weg. Szenen aus Ostdeutschland.

Auszug: “Kommunalpolitik funktioniere grundsätzlich glänzend ohne Parteien, ist Heimann überzeugt. Zusammen mit dem Gemeinderat strampelt er sich ab, das Gemeinschaftsgefühl immer wieder neu zu beleben und den Bürgern etwas zu bieten. Alle wichtigen öffentlichen Gebäude wie das Gemeindehaus oder der Jugendtreff sind modernisiert. Sogar die örtliche evangelische Kirche, die nur eine Handvoll Mitglieder zählt, wird renoviert. Die neu errichtete Freilichtbühne bekommt demnächst ein Toilettengebäude. Endlich könne man dann auf die Dixi-Klos verzichten, frohlockt Heimann. Stück für Stück die Lebensqualität verbessern – das ist das Ziel.

Die Jungen ziehen trotzdem weg, wie fast überall auf dem Land in Ostdeutschland. 1623 Bürger zählte Burgstall im Mai 2010, im Dezember 2006 waren es noch 1777. Einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge bildet Sachsen-Anhalt das Zentrum des demografischen Wandels in Deutschland, die Bevölkerung schrumpft und altert hier besonders stark. In einigen Jahren werde jeder zweite Bürger 54 Jahre oder älter sein und Sachsen-Anhalt damit das „älteste“ Bundesland. Burgstall versucht, sich gegen die Entwicklung zu stemmen. Seit Anfang 2009 zahlt die Gemeinde ein Begrüßungsgeld in Höhe von 500 Euro für jedes neugeborene Kind. Dreimal wurde es bislang vergeben, das vierte Mal steht unmittelbar bevor. Kein Babyboom, aber immerhin…« Quelle: 19.08.2010, Rheinischer Merkur…

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Reinhard Mohn Preis 2011: Demokratie für die Zukunft?

»„Demokratie vitalisieren – politische Teilhabe stärken“ – mit diesem Slogan sucht der Reinhard Mohn Preis 2011 nach den weltweit innovativsten Ideen zur Stärkung der Demokratie. Politikverdrossenheit, demographischer Wandel und die soziale Schere sind die Herausforderungen, denen die Bertelsmann Stiftung mit diesem Preis entgegenwirken will.

Auszug: “Noch bis zum 22. August hat jeder Bürger die Möglichkeit, auf der Plattform vitalizing-democracy.org Projekte oder Portale zum Thema zukunftsfähige Demokratie für den Preis vorzuschlagen. Aktuell verzeichnet die Seite 56 angemeldete Projekte aus 22 Ländern (Stand 11.08.2010).

Auch bei der Auswahl des Siegers sind die Nutzer eingebunden, indem sie auf dem Portal über die 20 besten der eingereichten Vorschläge abstimmen können. Erst dann setzt eine von der Bertelsmann Stiftung ausgewählte Arbeitskommission die Auswahl fort. Das Auswerteverfahren soll dabei die ganze Zeit über transparent und kommentierbar bleiben, so die Ausrichter. Die Kommission legt fünf bis sieben Finalisten fest. Im Februar 2011 sollen dann 10.000 zufällig und repräsentativ ausgewählte Bürger über den Sieger entscheiden. Der mit 150.000 Euro dotierte Preis wird im Juni 2011 verliehen.« Quelle: 18.08.2010, Beitrag lesen bei politik-digital.de…

Kommentar: Wir schlagen vor, den Preis dem Journalisten Thomas Schuler für sein erhellendes Buch »Die Bertelsmannrepublik – Eine Stiftung macht Politik« zu verleihen, können aber nicht garantieren, dass er ihn auch annehmen würde…

Hinweis: Der Geschäftsführer von politik-digital.de, Stefan Gehrke, ist Mitglied der Auswahlkommission für den Reinhard Mohn Preis 2011.

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Verschiedenes:

Reinhard-Mohn-Stiftung:
Christoph Mohn wagt Comeback nach dem Lycos-Flop

»Als Internetpionier blieb der Lycos-Gründer glück- und erfolglos. Nun steht Christoph Mohn vor einem Comeback. Der Verlegersohn startet als Chef der neuen Reinhard-Mohn-Stiftung. Die ursprünglich schon vor vier Jahren von Reinhard Mohn gegründete Stiftung wird künftig vor allem Projekte in der ostwestfälischen Heimat der Mohns födern

Auszug: “Zehn Monate nach dem Tod seines Vaters und Bertelsmann-Patriarchen lässt Christoph Mohn jetzt Taten sprechen: Er steigt zum alleinigen Vorstand der Reinhard-Mohn-Stiftung auf. Der einstige Internetunternehmer arbeitet damit an seinem Comeback als Unternehmer und macht sich bereit, in die Fußstapfen seines Vaters als Stifter zu treten. Der gründete die Bertelsmann-Stiftung, nachdem er aus dem Buchverlag Europas größten Medienkonzern aufgebaut hatte.

Die neue Reinhard-Mohn-Stiftung, die Christoph Mohn jetzt führt, soll in wenigen Wochen ihre Arbeit aufnehmen. Derzeit heißt sie offiziell noch RM-Stiftung. Doch die Stiftungsaufsicht hat die Zustimmung zur Umbenennung der RM-Stiftung in Reinhard-Mohn-Stiftung signalisiert. Eine notwendige Satzungsänderung sei bereits in Vorbereitung, heißt es in Gütersloh….« Quelle: 19.08.2010, handelsblatt.com…

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INSM-Kurator Bernd Raffelhüschen:
über »Selbstbehalt für weniger Arztbesuche…«

»Im Weltfußball nur Dritter, bei Arztbesuchen aber Weltmeister. Das wirft der Freiburger Finanzprofessor Bernd Raffelhüschen den Deutschen vor. Dem Wirtschaftsmagazin “Premius” sagte Raffelhüschen in einem Interview: “So mancher, der früher zum Pastor ging, geht heute zum Doktor.” Viele ärztliche Leistungen hätten eher Wellnesscharakter.

Auszug: “Der Wissenschaftler plädiert für einen “sozialmarktwirtschaftlichen Weg” beim Umbau des Gesundheitssystems “mit einer Grundversorgung für lebensbedrohliche Krankheiten”. Prof. Raffelhüschen: “Wer es sich leisten kann, zahlt alles andere nach seinen Bedürfnissen selbst, Geringverdiener werden durch Steuermittel gestützt. Was wir brauchen, ist ein 20-, 30- oder 50-Klassen-System. Wer mehr zahlt, bekommt mehr…« Quelle: banktip.de…

Hintergrund:

Die Methode »Meinungsmache durch wissenschaftlich verbrämte Allerweltsumfragen« hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), deren Kuratorium Prof. Raffelhüschen angehört, von ihrem Gründungsmitglied Bertelsmann übernommen. Dementsprechend beklagt die INSM:

»Wirtschaft hat kein Vertrauen in Gesundheitsreform«

»Die deutsche Wirtschaft hat kein Vertrauen in die Gesundheitsreform. Die Unternehmen glauben mehrheitlich nicht daran, dass die geplante Festsetzung des Arbeitgeberanteils in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) langfristig Bestand haben wird, so das Ergebnis einer repräsentative Umfrage der IW Consult (Köln) im Auftragder INSM und der WirtschaftsWoche. Eine große Mehrheit von rund 80 Prozent der 750 befragten Unternehmen rechnet damit, dass die geplante Festschreibung des Arbeitgeberanteils auf 7,3 Prozent allenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode gelten wird. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Unternehmen erwartet sogar, dass diese Regelung schon innerhalb eines Jahres keinen Bestand mehr haben kann« (INSM “Deutschland-Check” 8/2010.).

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Migranten & Hartz IV: Liz Mohn und die »Sarrazin-Falle«…

»Thilo Sarrazin hat viele Freunde – wie es aussieht, auch innerhalb der Verlagsgruppe Random House. Nur so lässt sich nämlich erklären, warum einer der weltweit größten Verlage, mit denen Bertelsmann und somit Liz Mohn verbunden ist, dem umstrittenen Bundesbanker die Plattform für seine Theorien bietet. Bedenklich ist der Vorstoß bei der Random House Tochter DVA allemal. Sarrazin war lediglich Finanzsenator, zur Zeit fungiert der SPD-Mann als Bundesbankvorstand. Mit Integrationspolitik hat das alles wenig zu tun – aber sein Buch wird sich vermutlich nur zu gut verkaufen.

Auszug: “Die starke Frau im Bertelsmann-Konzern wird sich dabei fragen müssen, ob sie Millionen von Migranten und Hartz-IV Empfängern eigentlich beleidigen wollte, indem sie Sarrazins Buchoffensive nicht rechtzeitig stoppte, oder ob sie es einfach nicht rechtzeitig erfuhr. Beide Varianten bieten wenig Freiraum zum Optimismus. Wenn die Familie Mohn Sarrazin aktiv unterstützte, wäre Deutschland ein anderes Land: Ganz anders, als es Bundespräsident Christian Wulff haben möchte, und alles andere als offen gegenüber benachteiligten Menschen. Unterstützte der Bertelsmann-Konzern über Random House Sarrazin, wäre das ebenso bedenklich. Gegen den Autor ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung, seine Tiraden der Vergangenheit gehen weit über die Meinungsfreiheit hinaus. Wer Sarrazin druckt muss auch für andere diskriminierende Werke affin sein – ob für DVA einzig die Devise „Pecunia non olet“ als Entschuldigung dient, sei dahingestellt.

Wer Sarrazin so beherzt unterstützt, trägt Mitschuld an der Polarisierung der Gesellschaft. Es ist wenig wahrscheinlich, dass Migranten und Hartz IV – Empfänger die publizierten Tiraden ertragen werden müssen. Juristische Mittel, etwa einstweilige Verfügungen oder Klagen wegen Rufschädigung scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein. Verkraften kann das eine gruppe wie random House allemal, und wer das Buchgeschäft kennt weiß, dass derartige Schritte dem Buch zu noch mehr Publicity verhelfen, nur: Können sich Mohn, Bertelsmann und DVA das als Image leisten? …« Quelle: 19.08.2010, Kommentar von Vlad Georgescu lesen bei lifegen.de…

Kommentar: Auch die Deutsche Migrantenpartei, deren Mitbegründer Vlad Georgescu sich hier so engagiert ins Zeug legt, wird irgendwann einsehen, dass sich die vielbeschäftigte Liz Mohn bestenfalls für die Kassenbücher der Verlagsgruppe Randomhouse interessiert. Diese wiederum betet Verkaufszahlen und nicht die Inhalte ihrer Bücher an. Dies wäre eine Aufgabe für die 44 Verlage, welche die VG Randomhouse Deutschland derzeit unter ihrem Dach vereint. Deren Lektoren und Mitarbeiter leisten aber überwiegend gute Arbeit und viele schämen sich für ihren Eigentümer… /jowi

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Wohltätigkeitsterrorismus…

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BM 5/2010 – 19.8.2010/jowi

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1 Kommentar zu „Bertelsmann Monitor 5/2010“