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USA stocken ihre Truppen von 60 auf rund 10.000 Mann auf.

Wachsende Kritik von Hilfsorganisationen und aus Lateinamerika. Gibt es eine verdeckte Agenda?

Haiti kommt nicht zu Ruhe. Gut eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben hat am Mittwochmorgen (Ortszeit) ein Nachbeben den Karibikstaat erschüttert. Ob es dabei zu weiteren Opfern kam, war zunächst nicht klar. In dem Land herrschen weiter chaotische Bedingungen, obgleich international massive Hilfsmaßnahmen angelaufen sind, berichtet das Online Magazin telepolis. Die andauernden Probleme schüren nun auch die Kritik an den USA. Die gewaltige Militärpräsenz behindere die humanitären Hilfsmaßnahmen, heißt es vor Ort. Die französische Regierung und nichtstaatliche Hilfsorganisationen haben offiziell Protest eingelegt. Lateinamerikanische Staaten beklagen gar eine militärische Invasion im Schatten der Naturkatastrophe. In der Tat werden die Anzeichen für eine verdeckte politische Agenda immer deutlicher.

Weiter heißt es: Nach Angaben der US-Regierung und der Armeespitze sind inzwischen gut 10.000 US-Soldaten gen Haiti in Marsch gesetzt worden, unter ihnen 2000 Soldaten des Marine-Corps. Blanche Petrich, die Korrespondentin der mexikanischen Tageszeitung La Jornada, beschrieb die Landung dieser Elitesoldaten vor dem weitgehend zerstörten Präsidentenpalast in Port-au-Prince am Dienstag. “Unter großem Lärm setzten Black-Hawk-Hubschrauber der 82. US-Luftlandedivision im Garten des Präsidentenpalastes auf und wie in einem Kriegsfilm sprangen gut 50 Soldaten mit dem Gewehr im Anschlag aus den Maschinen”, schrieb Petrich zu der Szene. Viele Haitianer, fügte sie an, dürften sich dabei an den 15. Oktober 1994 erinnert haben. Damals fand die letzte große Intervention der US-Armee in Haiti statt. Die Korrespondentin berichtet auch von Berichten über die Landung von US-amerikanischen Fallschirmjägern in der Küstenstadt Leogan, rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt.

Vor dem Erdbeben hatten die USA militärischen Quellen zufolge rund 60 Armeeangehörige in Haiti stationiert. In den vergangenen Tagen ist ihre Zahl auf mehr als 7000 [extern] angewachsen. US-Generalstabschef Mike Mullen gibt die Zahl der mobilisierten Soldaten mit “9000 bis 10.000″ an. Zwar hat auch UNO-Generalsekretär die Verstärkung seiner Blauhelmtruppe auf 11.000 angekündigt, doch die Führung liegt klar bei den USA. Koordiniert wird der Einsatz von ihrem Südkommando mit Sitz in Miami im US-Bundesstaat Florida. Neben dem Kriegsschiff USS Bataan hat der Oberkommandierende des Südkommandos, General Douglas Fraser, den Flugzeugträger USS Carl Vinson mit Begleitflotte, das Sanitätsschiff USNS Comfort, den Kreuzer USS Normandy und die Fregatte USS Underwood entsandt. Die 2000 Mitglieder des Marine-Corps gehören der 22. Einheit ein. Sie sind auch dafür ausgebildet, gegen Unruhen vorzugehen. Ganzen Artikel lesen…

Quelle: telepolis.de

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